Loop-Design in Pharmawasser-Systemen

Loop-Design in Pharmawasser-Systemen

Loop-Design in Pharmawasser-Systemen

Beim Design von Purified Water (PW), Water for Injection (WFI)- und Pure Steam (PS)-Verteilsystemen spielt die Wahl des Ventils eine zentrale Rolle. Sie entscheidet, ob das System FDA-konform ist oder Validierungsprobleme verursacht.

− Ventilarten und Hygienisches Design

Nicht jedes Ventil ist für PW/WFI/PS-Loops geeignet. Internationale Richtlinien wie ASME BPE und EHEDG definieren klare Hygienestandards:

• Membranventile (Diaphragm Valves, Two-Way):

Der Goldstandard in PW- und WFI-Systemen. Garantieren vollständige Entleerbarkeit und vermeiden Toträume.

• Kugelhähne & Klappenventile (Ball & Butterfly Valves):

Enthalten Hohlräume und Totzonen, daher für Hygieneloops ungeeignet, außer in spezieller pharmazeutischer Ausführung.

• Rückschlagventile (Check Valves, federlos):

Müssen federfrei ausgeführt sein, um mikrobielles Wachstum zu verhindern.

− Arten von Block-T-Ventilen

• Standard Use Point: einfacher Entnahmepunkt.

• Mit Probenahmeport: zusätzlicher Anschluss für QC-Probenahme.

• Mit Drain-/Return-Port: zur Rückführung ins Loop oder zum Ablassen.

− Auslass-Design

Wesentliche Kriterien:

• Erforderlicher Durchfluss am Entnahmepunkt.

• Strömungsgeschwindigkeit ≥ 1,0 m/s zur Vermeidung von Biofilm.

• Abgangswinkel < 90° (optimal 45°–60°) für gute Entleerung.

• Abzweiglänge ≤ 1,5D (ASME BPE).

− Point-of-Use-Kühlung

In großen Pharmawerken wird WFI bei 80–85°C verteilt, um mikrobiologische Kontrolle zu sichern. Manche Anwendungen benötigen jedoch gekühltes WFI (20–25°C):

• Abfüllanlagen

• QC-Labore

− Mögliche Lösungen:

• POU-Kühler direkt nach dem Block-T-Ventil.

• Integriertes Block-T-Ventil mit Kühleinheit.

− Vorteile:

• Sofortige Kühlung ohne Toträume.

• Platzsparend, leicht zu reinigen und zu sterilisieren (CIP/SIP).

• Optimale Integration in pharmazeutische Prozesse.